Grußwort des Präsidenten der DGPRÄC

Grußwort Prof. Dr. Raymund E. Horch

 

Sehr geehrte Mitglieder, 
liebe Kolleginnen und Kollegen,

es ist mir eine große Freude, Sie anlässlich der gemeinsamen Jahrestagung von DGPRÄC und VDÄPC in Kassel begrüßen zu dürfen. Es erwartet Sie ein vielseitiges Programm, das alle Säulen des Fachgebietes sowie die Forschung und berufspolitische Inhalte abbildet.

Das Motto der Kongressorganisatoren „Plastische Chirurgie: Kümmern, Kurieren  - und Kommerz?“ erinnert uns an die besondere Verantwortung, der sich die Ärzteschaft angesichts zunehmend eingeschränkter Finanzierung in der kurativen Medizin insgesamt stellen muss. Es ist zuallererst der Patient, der sich uns anvertraut und dem wir in erster Linie verpflichtet sind. Verstärkt stellt sich diese Frage naturgemäß in der ästhetischen Medizin. Hier kann der Ehrenkodex der DGPRÄC eine erste Richtschnur sein. Am Ende liegt es in der besonderen Verantwortung eines jeden Plastischen und Ästhetischen Chirurgen, sorgsam mit den kommerziellen Aspekten unserer Arbeit umzugehen und so das Vertrauen der Patientinnen und Patienten zu rechtfertigen und zu erhalten. Selbstverständlich müssen wir alle unser eigenes finanzielles Überleben sichern und in den Kliniken Bilanzen vorlegen, die einen Erhalt oder gar die Einrichtung neuer Abteilungen sichern und unser Fach voranbringen. Dabei müssen wir uns aber stets der besonderen Verantwortung gegenüber unseren Patientinnen und Patienten bewusst bleiben. Dieser Kongress kann dazu sicher einen Beitrag leisten, uns neben dem Wissens- und Erfahrungsaustausch über Neues und auch Bewährtes diesen Aspekt immer wieder vor Augen zu führen und das Bewusstsein für diesen sensiblen Bereich unserer Tätigkeit weiter zu schärfen.

Ich freue mich ganz besonders, dass die Arbeit von “ Interplast“ im Rahmen dieses Kongresses besonders gewürdigt wird und erstmals auch viele Gäste aus “Interplast“-Zielländern unseren Kongress besuchen werden. Dies ermöglicht nicht nur einen Einblick in die plastisch-chirurgische Tätigkeit in gänzlich anderen Zusammenhängen, sondern fördert auch die internationale Kooperation des Fachgebietes. Es motiviert hoffentlich auch zahlreiche Mitglieder, ihre Erfahrung unentgeltlich in der Ferne, aber auch in Deutschland, etwa bei der Versorgung von Flüchtlingen, zur Verfügung zu stellen. Schließlich ist die Plastische und Ästhetische Chirurgie nicht zuletzt ganz wesentlich auch aus der Versorgung von Kriegsverletzten entstanden. Von der dabei notwendigen Kreativität lebt das Fachgebiet bis heute. Als Problemlöser sind wir auch im Inland gefragt und in modernen interdisziplinären Behandlungskonzepten nicht mehr wegzudenken. Mit interdisziplinären Sitzungen und Einbeziehung von Fachkollegen aus anderen Disziplinen, etwa zur Handchirurgie, zur Wunderversorgung oder zu komplexen Rekonstruktionen, können wir dies auch im Rahmen des Kongresses deutlich machen und im interdisziplinären Dialog voneinander profitieren .

Ich freue mich daher mit Ihnen gemeinsam auf einen spannenden Austausch in Kassel!

Mit kollegialem Gruß

Prof. Dr. Dr. h. c. Raymund E. Horch

Veranstaltungsdatum

08. - 10. September 2016

Veranstaltungsort

Kongress Palais Kassel
Friedrich-Ebert-Straße 152
34119 Kassel
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